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Aktuelle Texte

Alexander García Düttmann

Was bedeutet heute »emanzi­patorisch«?

Tun wir noch einmal so, als wäre die Welt noch zu retten, fragen wir noch einmal kritisch nach einem emanzipatorischen Potential, das der Kunst innewohnen soll, danach, was aus diesem Potential geworden ist, ob und wie man es der Kunst noch zuschreiben kann, wenn die Erschöpfung der künstlerischen Form sich auch darin äußert, dass nunmehr alles unter dem Aspekt der Form wahrgenommen wird, des Designs oder der Inszenierung von Waren im sogenannten ästhetischen Kapitalismus. Denn diese Ubiquität der künstlerischen Form geht auch mit ihrem Gegenteil einher oder vielmehr mit ihrem Komplement, einer moralistischen Festschreibung von Form, die sich fortschrittlich gebärdet, so, als würde es ihr eben um etwas zu tun sein, das ein emanzipatorisches Potential betrifft, eine befreiende Veränderung der Gesellschaft.

Noch einmal so zu tun, als wäre die Welt noch zu retten, noch einmal nach dem emanzipatorischen Potential zu fragen, das der Kunst innewohnen soll, kann nur dadurch ein sinnvolles...

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Aktuelle Texte

Alban Nikolai Herbst

Die Brüste der Béart

Ich bleibe verloren ins Spiel Deiner Waden –

verloren in Deine Erscheinung, Béart

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Saturnaaaaalien
Saturnaaaaalien

Sina Dell’Anno

Oratio Soluta

Löwengleich ist Saturn in unser Denken eingegangen; als wilde Bestie der Revolution, im aufgerissenen Maul noch die Glieder eines halbverzehrten Kindes. Goyas Danton: das blutige Gesicht der unzähmbaren Angst, dass der menschliche Freiheitshunger außer Rand und Band geraten könnte. Im Aufreißen des Mauls kündigt sich ein aufbegehrender Appetit an. Diese Physiognomie der Revolution, bei Goya ins Fürchterliche gesteigert, begegnet uns bereits dort, wo Saturn noch nicht zur Fratze eines weltgeschichtlichen Ungeheuers erstarrt war, sondern als goldzeitalterliche Gottheit des Ackerbaus und Kulturstifter...
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Der Zähmung widersprechen
Der Zähmung widersprechen

Johannes Binotto

Shrewing the tame

Von der Zähmung zu sprechen und ihr zu widersprechen muss damit anfangen, das Wort selbst zum Reden zu bringen. »Zahm« – der rätselhafte Ausdruck geht auf dieselben sprachgeschichtlichen Wurzeln zurück wie die Wörter »Damm« und »Zimmer«. Das Zähmen, so macht die Etymologie damit bereits klar, ist ein Akt der Eindämmung, des Abscheidens und der Einpassung. Was einmal gezähmt wurde, hat seither einen klar begrenzten Ort, seine eigene Kammer, in die es fortan nicht einmal mehr eingesperrt werden muss, weil es...
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Literatur

Stephen Barber

Twenty-four hours in state of unconsciousness

Now the dead will no longer be buried, now this spectral city will become the site for execrations and lamentations, now time itself will disintegrate and void itself, now human bodies will expectorate fury and envision their own transformation or negation, now infinite and untold catastrophes are imminently on their way —ready to cross the bridge over the river Aire and engulf us all — in this winter of discontent, just beginning at this dead-of-night ­instant before midnight, North-Sea ice-particles already crackling in the air and the last summer long-over, the final moment of my seventeenth birthday, so we have to go, the devil is at our heels… And now we’re running at full-tilt through the centre of the city, across the square beneath the Purbeck-marble edifice of the Queen’s ­Hotel, down towards the dark arches under the railway tracks, the illuminated sky shaking, the air fissured with beating cacophony,...

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Literatur

Mário Gomes

Über literarische Sprengkraft

Kaum etwas setzt schneller Rost an als Kriegsgerät und Literatur. Da nützt weder Pflege noch Wartung, am besten ist es, man lässt das Material einrosten und rüstet derweil am anderen Ende nach, erweitert Bestände, feilt an Technologien und poliert vor allem die Oberflächen auf Hochglanz, bzw. man nimmt den einfachen Weg und lässt eine Glanzschicht auftragen – einen feinen, seidenen Film –, denn so geht das heutzutage: man trägt auf. Dieser chemische Glanz der Panzer und Bücher kommt von der Sprühdose. Er hält allerdings nicht lange, sondern schwindet, sobald das Auge sich abwendet, und das Auge wendet sich schnell ab. Wo der Blick dann aber als nächstes hin eilt, glitzert und funkelt es wieder: bei jeder Militärparade wie bei jeder Buchmesse.

Dieser Glanz ist jedoch bei weitem nicht das einzige, was Krieg und Literatur verbindet. Ihre Verknüpfungen sind vielfältig und verworren. Wo Gewalt aufhört und das Schriftzeichen anfängt, ist selten klar,...

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»Algorithmen leisten nicht, was wir tun…«
»Algorithmen leisten nicht, was wir tun…«

Hans Block, Moritz Riesewieck

Was wir nicht sehen

— 3,03 Milliarden Menschen weltweit nutzen Social Media. — 350 Millionen Fotos werden jeden Tag auf Facebook hochgeladen. — 95 Millionen weitere Fotos werden täglich auf Instagram gestellt. — 300 Stunden Video wird pro Minute auf YouTube hochgeladen. — 500 Millionen Tweets werden täglich auf Twitter abgesetzt. — 40 mal wahrscheinlicher ist es, dass jemand in Sozialen Netzwerken ein Foto oder Video teilt als dass jemand einen Text teilt. — Ca. 8 Sekunden pro Bild hat ein Content Moderator, um über Posts aus der ganzen Welt...
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Diskurs
From xenolinguistics to cephalo­pods

From xenolinguistics to cephalo­pods

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Der Spitzel im Bild
Der Spitzel im Bild

Sylvia Sasse

Operative Zensur

Eine operative Zensur soll nicht nur zeigen, dass es keine Zensur gibt, sondern vorführen, dass wir es mit einem intakten Rechtssystem zu tun haben, das Bombendrohungen ernst nimmt, sich um Brandschutzmaßnahmen sorgt oder Zuschauer und Leser vor pornografischer oder blasphemischer Kunst und Literatur beschützt.
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