Die Andere|Mutter untersucht das emanzipatorische Potenzial von Performancekunst in der (Um-)Gestaltung von Alltagsprozessen, geschlechts- und rollenbildenden Handlungen. Linda Luv befragt in autotheoretischer Herangehensweise, künstlerisch wie theoretisch und auf Basis ihrer eigenen Situation als Künstlerin, Mutter und queere Frau, alltägliche Grenzerfahrungen, körperliche oder geistige Erschöpfung und Situationen, in denen gesellschaftliche Rollengrenzen spürbar werden.
Luv zeigt, wie performative Taktiken zur Reflexion und Veränderung von alltäglichem Handeln beitragen können. Performance wird als ein Medium begriffen, das Räume zur kritischen Auseinandersetzung öffnen und mikrosoziologische Prozesse anstoßen kann. Im Zentrum steht dabei, welche transformative Kraft sich für eine Performancekunst ergibt, die radikal im täglichen Leben verortet ist.